Bezirk beschließt beginnende Zerstörung der East Side Gallery am 10.07. 2013

Was für eine Welt. Wir wussten ja schon, dass die Grünen Machthaber des Stadtbezirkes Friedrichshain-Kreuzberg nichts für die East Side Gallery übrig haben. Bringt sie nur 3000-4000 lästige Touristen her, die nur laut rumpöpeln und viel Dreck machen. Ja, sie lassen auch Millionen EURO hier, aber das scheint man nicht so zu sehen. In jedem Buch, in jedem Werbeprospekt über diesen Stadtbezirk liest man über die East Side Gallery. Aber warum sieht sie inzwischen so verschandelt aus? Weil sich die Machthaber nicht um die Reinigung kümmern. Jetzt jüngst haben sie die „West Side Gallery“ beschlossen.

Mehrere großformatige Fotos sollen unter Feierstimmung und viel Getöse an die Rückseite der East Side Gallery geklebt werden. Alle im Abgeordnetenhaus unterstützen das, wirklich alle? Kann ich mir nicht vorstellen. Nicht nur der Name East Side Gallery wird damit verwässert. Wenn man jetzt beginnt, offiziell die Mauer zu bekleben, gibt es bald kein Halten mehr. Reicht es denn nicht, das Dr. Schulz, der die Baugenehmigung erteilte, schließlich zurücktrat.

Während der Open Air Gallery auf der Oberbaumbrücke konnte der Stand der East Side Gallery in nur 4 Stunden 150 Unterschriften gegen die Verschandelung, das Bekleben und beschmieren der Mauer sammeln. Wachen sie endlich auf, meine Damen und Herren im Bezirk. Nirgendwo in Berlin oder Deutschland werden ungestraft Denkmäler beklebt.

In der Anlage der Beschluß der Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg vom 30.01.2013 (DS/0515/IV)

Beschluss

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Eine Antwort zu Bezirk beschließt beginnende Zerstörung der East Side Gallery am 10.07. 2013

  1. Heribert Eisenhardt schreibt:

    Hier meine email an den Kulturstaatssekretär dazu:

    Sehr geehrter Herr Dr. Schmitz,

    im Zuge einer Recherche zur gestrigen Eröffnung der „Austellung“ „Wall on Wall“ an der sogenannten „West-Side-Gallery“ als der Rückseite der East-Side-Gallery, mit Fotos weltweiter Grenzanlagen von Herrn Kai Wiedenhöfer bin ich auf den folgenden Artikel der „Jüdischen Allgemeinen Zeitung“ (Link: http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/2612 ) gestoßen, in dem ich in unseren Medien den bisher einzigen Satz zu dieser Thematik gelesen hab, der mir voll aus dem Herzen sprach:

    Zitat: „Die DDR-Mauer richtete sich gegen die eigene Bevölkerung, in Israel schützt sich eine demokratisch gewählte Regierung gegen Angriffe von außen, das kann man nicht vergleichen“, erklärt Rainer Klemke von der Abteilung für kulturelle Angelegenheiten bei der Senatskanzlei.

    Auch wenn Sie diese, für mich Ostdeutschen skandalöse und DDR-Geschichte verfälschende „Ausstellung“ nicht verhindern konnten, möchte ich Herrn Klemke ausdrücklich für seine damaligen Worte danken, was Sie ja ggf. freundlicherweise weiterleiten könnten.
    Ich würde es begrüßen, wenn Sie darüberhinaus ermöglichen könnten, daß hier nicht nur einem Künstler an international so exponiertem Ort eine Plattform zur Darstellung seiner undifferenzierten Weltsicht überlassen wird, sondern auch z.B. durch Veranstaltungen, gern auch im Dialog, anderen Meinungen zur Thematik „Charakter der DDR-Grenze“ Platz eingeräumt werden könnte.
    Für die vielen ausländische Touristen dort und insbesondere auch die jüngeren Generationen halte ich das geradezu für einen Bildungsauftrag.

    Mit freundlichen Grüßen

    Heribert Eisenhardt

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