150.000 Besucher können sich nicht irren

9. November 2014 – was für ein Tag. Der 25. Jahrestag des Mauerfalls. Ohne den Fall der Mauer gäbe es die East Side Gallery nicht, die ja wenige Wochen nach dem 9.November entstand. 106 Bilder von 118 Künstlern aus aller Welt stehen für die Freude über den Mauerfall, die Beendigung des Kalten Krieges in Europa, für ein Deutschland in Freiheit und ein offenes Berlin.

Die Künstlerinitiative ESG e.V. muss nach wie vor um die Rettung der ESG fürchten und kämpft seit nunmehr 18 Jahren unermütlich für die Erhaltung, gegen Abriss, gegen Graffiti. – Ich zitiere hier einige Politiker, die sehr wohl eine Rolle dabei spielen, leider auf der anderen Seite stehen, wie die Künstler:

Monika Grütters (Kulturstaatsministerin): „Die East Side Gallery ist kein Erinnerungsdenkmal, weil sie nach 1989 entstanden ist.“ (2014)                                                Michael Müller (designierter Regierender Bürgermeister Berlin): „Die East Side Gallery ist kein Denkmal von nationaler Bedeutung.“(2013)                                                                    Klaus Wowereit (Regierender Bürgermeister Berlin): „Die East Side Gallery ist Sache des Bezirks.“ (hier:Friedrichshain-Kreuzberg-2013)

Mehr als 100.000 Besucher, Berliner, Touristen waren am 25. Jahrestag des Mauerfalls an der East Side Gallery. Die sehen das anders. Mit Recht. Das 5.beliebteste touristische Reiseziel Deutschlands wurde allein 2013 von mehr als 3 Millionen Menschen besucht. Weil die sich erinnern wollen und ihren Kindern anhand der Bilder zeigen wollen, was damals geschah und wie die Menschen damals dachten. Wo sonst in Deutschland haben wir solch ein authentisches Denkmal. Neue Wippen und Betonquader, die eine Erinnerung hervorufen sollen, sind dafür weniger geeignet.

Anderorts wird die Betonmauer wieder aufgebaut, um die Mauergedenkstätte in Berlin zu schaffen. Das ist gut und richtig und kostet zweistellige Millionen Euro. Der Checkpoint Charlie ist komplett zugebaut, alle denkmalhistorischen Einrichtungen sind künstlich nachgebaut oder verschwunden.

poster

Wir sagen, die East Side Gallery gehört zur Mauergedenkstätte Berlin. Wir benötigen nur wenige hunderttausend Euro, um sie instand zu halten. Wie geht die Politik Berlins und des Bundes seit Jahren mit der East Side Gallery um? Sie wird offiziell totgeschwiegen und der Bund ist nicht bereit, 125.000 € jährlich zur Verfügung zu stellen, um die Grundlage für eine Integration der ESG in die Stiftung Berliner Mauer zu schaffen.

Berlin und Bundgeben  nochmal 3 Milliarden € für die Schlamperei und Korruption am BER aus, wir finanzieren 750 Millionen für ein Stadtschloß, ohne historische Fassade. 125.000 € sind davon 0,018 Prozent, also 18 Tausendstel von 750 Millionen. Die hat der Bund nicht übrig, weil die East Side Gallery kein Erinnerungsdenkmal ist?                150.000 Menschen hatten sich vom 07.-09.November genau hier erinnern wollen.                          Künstleriniative ESG e.V.

 

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Lange & Söhne zu Gast an der ESG

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03.11.2014
Die traditionsreiche sächsische Uhrenmanufaktur Lange & Söhne feierte ihre 25 jährige Wiedereröffnung gemeinsam mit Künstlern an der Mauer. Dazu wurde eine 3 Meter hohe Leinwand an die Rückseite der Mauer befestigt, auf die dann die Lange 1, die legendäre Uhr gesprayt wurde. Zu Gast waren der Director Public Relation Arnd Einhorn und die Künstler Margaret Hunter, Paul Maille, Kani Alavi von der ESG. Vor dem Event gabs noch ein Interview von Kani Alavi mit N24 – Fotos: Jörg Weber

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crying for rescue East Side Gallery – Tag 10

Nach gut zwei Wochen Pause sind wir gestern wieder an der ESG gewesen. Der Trabi war schon wieder beschmiert, Anna und Laura bekannten ihre Liebe mindestens 5 mal mit Silberfarbe auf mehrerern Bildern. Was sind das für Menschen, die mutwillig Kunstwerke beschmieren, keinen Respekt vor der Kunst in der Öffentlichkeit haben. Auch die Rückseite wurde wiederum von Sprayern genutzt. Es wurden zwei Personen letzte Woche von der Polizei auf frischer Tat ertappt und mitgenommen. Ihnen droht eine Strafanzeige wegen Sachbeschädigung und eine empfindliche Geldstrafe.
Hier nochmal für Jedermann zum Mitschreiben: Es ist verboten, die Bilder an der Mauer der East Side Gallery sowie die Mauer auf der Rückseite zu beschmieren, beschreiben oder zu zerstören. Es drohen Stafverfolgung und Anzeigen.

Hier nun das aktuelle Posten vom 24.09.2014 – wieder waren viele Besucher dabei und halfen symbolisch mitzuputzen. Im Mittelpunkt steht nach wie vor Geld für die Sanierung und Reinigung der gesamten East Side Gallery zu organisieren.

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Day 9 – rescue East Side Gallery – wir machen weiter

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Day 8 – crying for rescue ESG – Besuch aus Neuseeland

Der Schöpfer des bekannten Bildes an der East Side Gallery „Mauerspringer“, der Künstler Gabriel Heimler kam direkt aus Neuseeland angereist, um an der Aktion zur Rettung der Bilder an der East Side Gallery teilzunehmen. So haben wir gleich zu diesem Anlass sein Bild vom Graffiti und Schmierereien befreit. Dank auch an alle die Besucher, die uns halfen. Dazu auch wieder ein schönes Poster. (fotos:jörg weber)

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Day 7 – crying for rescue East Side Gallery

Wir treten nicht zurück – Mr. Klaus Wowereit !
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wir bleiben solange, bis die Politik einlenkt und der East Side Gallery den Status gibt, der ihr gebührt:
– finanzielle Mittel für den regelmäßigen Schutz gegen Graffiti
– Integrierung in die Stiftung Berliner Mauer

der 7. Tag- wieder waren hunderte Besucher dabei, machten mit bei unserer Aktion „Crying for rescue ESG“ – Dank an alle, hier das aktuelle Poster. Jörg Weber / Kani Alavi.

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Day 6 – wir machen weiter – Kämpfen für die Erhaltung der East Side Gallery gegen Graffiti und Zerstörung

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Wir machen weiter, solange bis die Politiker aufwachen und die East Side Gallery als das anerkennen, was sie ist. Eines der bedeutendsten Denkmäler Deutschlands. Jedes Jahr pilgern mehrere Millionen Besucher aus aller Welt zu dieser Mauer, die als größte Open Air Gallery der Welt und als einzige authentische Mauer in Berlin erhalten ist. Durch Graffiti, Schmutz, Witterung sind diese Bilder der Zerstörung ausgesetzt. Es muss ein Konzept der Politik in Berlin her, die Mauer regelmäßig professionell zu reinigen. Weiterhin bedrohen geplant Bauvorhaben im ehemaligen Grenzstreifen die weitere Zerstörung des Gesamtkunstwerkes durch Herausnahme weiterer Segmente.
Dagegen kämpfen die Künstler gemeinsam mit den hunderten internationalen Besuchern nahezu jeden Tag, bis unsere Ziele erreicht sind. Am 6. Tag haben sich weitere hundert aus 20 Nationen beteiligt. Bislang haben wir Besucher aus 50 Nationen getroffen. Die einzelnen Fotos sind auf unserer Facebook Seite zu sehen.
Bleibt weiter so treu und unterstützt uns in unserem weigern Kampf. Künstlerinitiative East Side Gallery e.V.

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Day 5 – crying for East Side Gallery – wir kämpfen solange, bis die verantwortlichen Politiker endlich beginnen, die East Side Gallery zu schützen.

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crying for rescue East Side Gallery – Day 4

Wir machen weiter – heute trafen wir wieder hunderte Besucher aus ca. 20 Nationen, die uns symbolisch halfen, Graffiti von den Bildern der East Side Gallery zu entfernen. Für die freundlichen Worte, die Unterstützung und die Hoffnung bedanken wir uns. Wir machen solange weiter, bis der Senat von Berlin endlich offiziell die Erhaltung der East Side Gallery. Wir kämpfen weiter um finanzielle Mittel für die regelmäßige Reinigung der East Side Gallery und deren Aufnahme in die Stiftung Berliner Mauer.rescue-4

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3. Day – cleaning Trabi – crying for rescue East Side Gallery – 21 Nations help us

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